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Tonlayout der Blues Harp


Wo sind welche Töne auf der Blues Harp ? Dargestellt ist eine c-Dur Blues-Harp. Die obere Reihe Quadrate symbolisiert die Löcher (Kanzellen) in Blasrichtung. Die untere Reihe Quadrate symbolisiert die Löcher in Ziehrichtung. Die Zahlen dazwischen korrespondieren mit den Zahlen auf der Mundharmonika. Die Töne außerhalb der Quadrate, sind eigentlich nicht auf der Blues harp vorhanden. Sie werden mit einer speziellen Spieltechnik erzeugt, die sind Bending nennt. Näheres dazu erkläre ich im Kurs. Schauen wir mal auf die Bendings unterhalb Loch 3! Als Naturtöne sind hier ein G in Basrichtung und in Ziehrichtung ein B (engl. Schreibweise entspricht unsern H). Ein Blick auf eine Klaviatur zeigt uns, dass zwischen G und B noch 3 weitere Halbtöne liegen (Bb, A, Ab). Bb liegt eine Halbtonschritt unter B, A liegt einen Ganztonschritt unter B und Ab liegt 3 Halbtonschritte unter B. Was bedeutet das nun für uns ? Wer das Bending beherrscht, kann auf Loch 3 tatsächlich 5 verschiedene Töne erzeugen. Tatsächlich kann er auch jeden Ton der dazwischen liegt lückenlos erzeugen (Glissando). Diese Tatsache wird beim Thema „Blue-Note“ noch wichtig für uns.

Bb

Eb

F#

B

C

E

G

C

1.Pos

E

G

C

E

G

C

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

D

G

2.Pos

B

D

3.Pos

F

A

B

D

F

A

Db

 F#

 Bb

 Db

Ab

F

A

Ab

Schauen wir mal die Naturtöne in den Quadraten an! Von Loch 4 Blasen bis Loch 7 Blasen finden wir alle Töne der C-Dur-Tonleiter wieder. Deshalb steht auch C-Dur drauf. Diesen Bereich nennt man auch Kernkanzelle und er ist sehr Wichtig für das Melodiespiel in der aufgedruckten Tonart. Spielt man die Harp in der aufgedruckten Tonart, nennt man das „Spielen in der 1. Position“. Das C in Loch 4 Blasen ist also unser Grundton, die Tonleiter beginnt mit C und endet eine Oktave höher auf C. In der Übersicht wird das durch das Kürzel (1.Pos) symbolisiert. In den ersten 3 Löchern geht es nicht so geordnet zu, wie in der Kenkanzelle. Das F und das A fehlen hier, dafür ist das G doppelt vorhanden. In den oberen 3 Löchern fällt auf, dass das B fehlt um eine C-Dur Tonleiter zu spielen. Außerdem ändert sich hier das Verhalten der Harp. Lag bisher der tiefer Ton einer Kanzelle in Blasrichtung vor, ist es hier oben genau umgekehrt, d.h. der tiefere Ton liegt nun in Ziehrichtung vor. Ich gebe zu, das erleichtert das Spiel auf der Bluesharp nicht gerade, fehlen doch Töne, die ich durch einen Spieltrick erzeugen muss und kehrt sich das Verhalten bei blasen und ziehen mittendrin um. Auf der anderen Seite erhalten wir genau dadurch ein kleines preiswertes Instrument, das eben so „erdig“ im Blues klingt, dass es eine Gänsehaut erzeugt.


 


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